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„einfachere Prüfungen“ und „günstigere Führerscheine“ ab 2026 

Wir möchten sachlich und transparent darüber informieren, wie der tatsächliche Sachstand heute ist:
Als Anhang die Information von der
Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände

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Zur aktuellen Diskussion
über „einfachere Prüfungen“ und „günstigere Führerscheine“ ab 2026

Liebe Fahrschülerinnen und Fahrschüler,
durch die Veröffentlichungen des Bundesverkehrsministeriums im letzten Monat und den anschließenden Medienberichten, ist in der Öffentlichkeit der Eindruck entstanden, dass der Führerscheinerwerb bereits ab 2026 günstiger und die Prüfungen einfacher werden sollen. Diese Ankündigungen haben bei Fahrschülerinnen und Fahrschülern, die bereits ihre Ausbildungen begonnen haben oder in Kürze planen, sie zu beginnen, zu viel Unsicherheit geführt. Einige möchten ihre Ausbildung verschieben, unterbrechen oder erst im nächsten Jahr beginnen.

Wir möchten daher sachlich und transparent darüber informieren, wie der tatsächliche Sachstand heute ist:

1. Es gibt aktuell keinen beschlossenen Gesetzesrahmen
Bislang existieren nur politische Bekundungen und ein sogenanntes „Eckpunktepapier“, aber nicht einmal ein beschlossener Gesetzesentwurf.

2. Neu gebildete Arbeitskreise beginnen ihre Arbeit gerade erst
Die zuständigen Facharbeitsgruppen wurden neu eingerichtet. Die Eckpunkte werden jetzt diskutiert und bis Ergebnisse vorliegen, kann es mehrere Monate dauern.

3. Frühester nächster Schritt: Verkehrsministerkonferenz März 2026
Bis zu dieser Konferenz der Landesminister soll ein Vorschlag erarbeitet werden. Selbst bei vollständiger Einigkeit folgen noch einige weitere notwendige Schritte.

4. Ein Inkrafttreten ist noch nicht absehbar
Angestrebt wird nach dieser Konferenz die Veröffentlichung eines konkreten Gesetzesentwurfs, der dann aber noch die vorgeschriebenen parlamentarischen Hürden nehmen muss. Bisher konnte auch noch niemand der Verantwortlichen die Frage beantworten, um wieviel der Führerschein tatsächlich günstiger wird oder werden soll.

5. Wichtige Hinweise für Fahrschülerinnen und Fahrschüler:
Gefahr ablaufender Prüfaufträge und Anmeldungen

Wenn du deine Ausbildung unterbrechen oder verschieben willst, besteht die Gefahr, dass:
• der bestehender Prüfauftrag oder Ausbildungsvertrag abläuft,
• Theorie- oder Praxisanmeldungen verfallen oder sogar
• sämtliche Unterlagen neu beantragt werden müssen.

Das verursacht zusätzlichen Zeitaufwand, kann zusätzliche Kosten nach sich ziehen und verzögert den Zeitpunkt, zu dem du deinen Führerschein erhalten kannst.

Ein Abwarten bringt keinerlei Vorteil, da es bis zum Sommer 2026 keine neuen Regeln geben wird.
• Ein Abbruch oder eine Pause kann im Gegenteil zu Zeitverlust, zusätzlichen Kosten und mehr Fahrstunden führen.
Wir empfehlen daher dringend, die Ausbildung wie geplant fortzusetzen, um ohne unnötige Verzögerungen den Führerschein zu erhalten.

 

Jürgen Kopp

Vorsitzender
Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände (BVF)

02.12.2025